Eine Geschichte …

 

Es war einmal ….

ein klitzekleines grau getigertes Katzenmädchen, das lebte mit seiner Mamakatze und seiner Schwesterkatze und seiner Bruderkatze in der großen Freiheit. Die Mamakatze sorgte für sie und es konnte mit seinen Geschwistern immer schön spielen, wenn die Mamakatze auf Raubzug ging.

Aber eines Tages passierte etwas als die Mamakatze wieder mal auf Raubzug war und das kleine Tigermädchen mit seinen Geschwistern allein war : Es kamen große Gestalten auf 2 Beinen und stellten eine große Kiste aus Gittern hin, aus der duftete es gut nach Fressen. Da sie schon sehr hungrig waren, gingen die Schwester und die Bruderkatze in den Käfig rein, das Tigermädchen rief noch, NEIN – TUT DAS NICHT – aber es war schon zu spät und so lief es schnell zu seinen Geschwistern und in der nächsten Sekunde waren sie auch schon in der Falle und es gab kein Zurück mehr !

Die Zweibeiner freuten sich darüber und packten den Käfig in ein stinkendes Gefährt und fuhren einfach mit ihnen davon – wie traurig musste die Mamakatze sein, wenn sie zurückkommen würde und ihre Kinder waren nicht mehr da ? Darüber wollte das kleine grau getigerte Katzenkind gar nicht nachdenken …

Was dann geschah, war eine einzige schlimme Tortur für die kleinen Katzenkinder : Sie wurden in einen Raum gebracht, in dem es nach anderen Katzen roch und nach vielen fremden Dingen, die sie noch niemals vorher geschnuppert hatten und in dem es total hektisch zu ging. Große Hände mit harten Handschuhen packten sie und betatschten sie, pieksten Nadeln in sie hinein und so sehr sie sich auch wehrten und fauchten, sie hatten keine Chance …

Dann wurden sie in eine große dunkle Box gepackt und wieder in dem stinkenden Gefährt davon gefahren … Die Katzenkinder hatten große Angst und schlossen einen Pakt : NIE NIE WIEDER, sollten diese Zweibeiner mit ihren großen Händen sie anfassen, eher würden sie ihnen mit ihren kleinen scharfen Krallen das Fleisch von den Händen reißen !!!

ZUSAMMEN SIND WIR STARK !!!

Irgendwann war die Reise dann wieder zu Ende und die Katzenkinder wurden mitsamt der großen Box in einen Raum gestellt. Eine Frau mit einer weichen, ruhigen Stimme sagte etwas das klang wie : Ohhhh, die armen kleinen Dinger … ich werde mich um sie kümmern … !!!

Was für Dinger waren denn da nur gemeint ?

Dann wurde es wieder still um sie herum und sie krochen vorsichtig aus der Box, deren Tür die Frau geöffnet hatte … wieder roch alles ganz neu, aber irgendwie auch gut und alles um sie herum war weich und warm … Beim herum tapsen entdeckten sie leckeres Futter und Milch, das schmeckte zwar nicht so wie von Mama, aber weil sie soooooooo hungrig waren, verschlangen sie alles bis auf den letzten Krümel !

Dann waren ihre Bäuche voll und ihre Köpfe von dem vielen Neuen und den schlimmen Erlebnissen überfordert, und sie beschlossen, eng zusammengekuschelt in der duftigen Wärme zu schlafen und neue Energie zu tanken – was da wohl noch auf sie zukommen würde ?

So vergingen die nächsten Tage und Wochen wie im Flug : Die Frau mit der ruhigen, weichen Stimme versorgte sie mit Futter,Wasser und Milch und war ganz begeistert wenn sie ihre Häufchen und kleinen Geschäfte in den Kasten mit dem weißen Sand verbuddelten, dann rief sie fröhlich aus : Was seid ihr doch für liebe goldige brave Katzenkinder ! Das macht ihr gaaaanz toll !

Wenn sie jedoch mit ihren Händen über ihr seidig weiches Fell streichen wollte, fauchten und knurrten sie gemeinsam ganz laut – auch wenn die Frau dann immer ganz traurige Augen bekam und dann mit einer anderen Stimme sagte : Ach, was habt ihr nur erlebt, das ihr so gar nicht angefasst werden wollt ? Aber lassen wir euch einfach Zeit !

Eigentlich war die Frau ganz nett, dachten das kleine Katzenmädchen und auch ihre beiden Geschwister stimmten ihr zu. Aber da war ja der Pakt, der unbedingt eingehalten werden musste. Und so fauchten sie weiterhin gemeinsam ganz laut, wenn die Frau sie anfassen wollte.

Aber sie war ihnen wohl nicht böse, denn sie bekamen weiterhin reichlich leckeres Futter und die Frau spielte mit ihnen Spiele mit spannenden Dingen an langen Fäden, die lustig durch die Gegend hüpften, wenn sie sie fangen wollten. Bruderkater war immer vorwitzig der erste, das Katzenmädchen und seine Schwester hielten sich immer zurück und schauten dem spannenden Treiben zu.

So vergingen die Wochen und Monate, sie wuchsen und wurden große und starke Katzenkinder und sie hörten von der Frau immer wieder, wie hübsch sie doch seien und welch wunderschöne Fellzeichnung sie hätten ! Sie waren richtig froh, das es ihnen ohne Mama jetzt doch recht gut ging, denn immerhin hatten sie ja sich und die Frau, die sich sehr um sie bemühte …

Einmal jedoch tat die Frau noch etwas sehr gemeines, indem sie die Katzenkinder mit ihrem Lieblingsspielzeug nichts böses ahnend in die Box lockte und sie dann in die unangenehm riechenden Räume fuhr, wo sie wieder gepiekst wurden – aber sie schliefen kurz darauf ein und als sie wieder aufwachten, holte die Frau sie wieder ab und sie durften wieder zurück in ihre kleine Welt – ein paar Tage hatten sie AUA am Bauch und Bruderkater am Popo aber das verging wieder und sie verziehen der Frau ihre List mit der Box.

Der Bruderkater war der erste, der den Pakt brach und sich anfassen ließ – das Strahlen der Frau war unbeschreiblich, aber wenigstens die Mädels wollten ihren Pakt einhalten – sicher ist sicher !

In ihrem kleinen Reich hatten sie alles, was sie brauchten : Spielen konnte man dort ganz toll, es war viel Platz zum Klettern und sich gegenseitig jagen – aber was mochte wohl hinter der Tür sein, durch die die Frau immer ein und aus ging ?

So oft meinten sie, dort andere Katzen zu riechen und rumlaufen zu hören und sie wurden immer mutiger und neugieriger und Bruderkater war wieder mal der erste, der die Regeln brach : Er mogelte sich zwischen den Beinen der Frau hindurch und verschwand ins Nirgendwo …

Die Frau lachte fröhlich und meinte : Ahaaa, nun ist es wohl so weit, den Rest des Hauses zu erkunden – dann nur zu, ihr kleinen Racker !

Und – schwupps – gähnte in ihrem Reich ein großes Loch zu einer neuen Welt !

Bruderkater hatte seinen beiden Schwestern, die sich nicht hinaus trauten, immer viel zu erzählen, wenn er von seinen Abenteuern zurückkehrte, das dort viele andere Mamakatzen und Papakatzen lebten die alle ganz nett seien, bis auf den einen Schwarzen, der nur 3 Beine hatte und ihn immer anknurrte und ZIEH LEINE fauchte … Aber die Welt auf der anderen Seite der Tür sei so groß, dem könne man prima aus dem Weg gehen.

Durch seine Erzählungen wurden das kleine Tigermädchen und seine Schwester immer neugieriger und beratschlagten sich : Man könne ja mal gucken gehen, so ganz leise und vorsichtig, sich quasi unsichtbar machen, wenn man ganz dicht am Boden hält , fast ohne Beine, dann würde einen doch bestimmt keiner sehen ?

Und auf ging es ins Abenteuer.

Da waren tatsächlich noch ganz viele Katzen, sogar 2 Riesenkatzen, die anders aussahen und anders rochen und in einer fremden Sprache nicht MIAU sondern WUFF sagten … komisch war das ja schon, aber sie störten sich nicht an den beiden Katzenmädchen und diese stellten erstaunt fest, das es hier in der Welt auf der anderen Seite der Tür ganz ruhig und entspannt zu ging – es gab überall kuschlige Plätzchen auf denen Katzen lagen und tief und fest schliefen. Es gab hier ebenfalls, wie in ihrer kleinen Welt, Schüsseln mit leckeren Futter und da ihre Portion schon leer geputzt war, leckten sie schnell noch die Schüsseln leer – mit gefülltem Magen forscht es sich ja bekanntlich besser.

Die Frau war auch hier und lächelte die Katzenmädchen an und tat so, es wär es ganz normal, das sie hier in der Welt im Nirgendwo wären … aber im Grunde war es ja gar kein Nirgendwo, sondern eine gemütliche Fortsetzung von ihrem kleinen Katzenzimmer in dem sie scheinbar herzlich willkommen waren …

Und so beschlossen sie, öfter her zu kommen und bald lebten sie in der Katzenfamilie, als gehörten sie schon immer dazu …

Irgendwann kam eine sehr junge, nette und hübsche Frau zu Besuch, die sich auf der Stelle in den Bruderkater verliebte und sagte, sie würde ihm gerne ein neues Zuhause geben. Auch wenn er noch etwas schüchtern tat, sie meinte, er und der kleine Katermann, der schon bei ihr lebte, würden bestimmt gute Freunde werden.

Und so geschah es, das der Bruderkater namens Chili eines Tages in die Fremde zog, die Frau erklärte den beiden Katzenmädchen, das er großes Glück habe und sie brachte ihn in der großen Box mit dem stinkenden Gefährt in seine neue Heimat.

Erst waren die Katzenmädchen schon etwas traurig, aber sie gönnten ihrem Bruder das Glück und sie hatten ja noch sich und ihre großen Katzenkumpels.

So wuchsen sie dann in der großen Familie zu wunderhübschen Katzenmädchen auf, auch wenn sie immer noch nicht angefasst werden wollten .

Und wieder hatte die Frau eine List – immer wenn sie der kleinen Miss Murphy ( so hieß sie jetzt neuerdings, denn in der großen Katzenfamilie hatte jeder einen Namen ) also jedesmal wenn sie ihr den Teller mit ihrem Futter hinstellte, strich sie ihr schnell und unverhofft mal über den Rücken und tat dann so, als sei REIN GAR NIX PASSIERT !!!

Irgenwann überlegte Miss Murphy sich, das dieses Anfassen, was die Frau STREICHELN nannte, gar nicht mal so unangenehm war und sie beschloß, es in ihr Katzenleben zu lassen. Immer öfter ließ sie zu, das sie zart über den Rücken und das kleine Köpfchen gestreichelt wurde und dann suchte sie sogar nach den Streicheleinheiten und schnurrte dabei wie die Großen ! Es war wirklich schön und die Frau freute sich über das geschenkte Vertrauen und Miss Murphy freuten sich ganz doll, weil Frau sich freute und Streicheln soooooo schön war – was hatte sie bisher nur verpasst !

Hermine ( oder auch Minchenbinchen, wie sie von der Frau genannt wurde – ihr wisst schon, in der Katzenfamilie braucht man einfach seinen Namen ) war mächtig enttäuscht, das nun auch ihre Schwester den Pakt brach !!! Aber SIE, nein, NIEMALS NIE, würde sie sich anfassen lassen, auch wenn die Frau es noch so hartnäckig versuchte, sie würde nicht nachgeben, eher würde sie sich ein großes Schild umhängen auf dem stand DON’T TOUCH !!!

So verging die Zeit, die Katzenmädchen, die ja nun keine kleinen Katzenkinder mehr waren entdeckten die Welt außerhalb der großen Wohnung und wurden zu Freigängern.

Die Frau, die inzwischen ja schon daran gewöhnt war, das man solche Entwicklungen nun mal nicht aufhalten konnte, weil das zur Natur der Katze gehört, draußen auch Abenteuer erleben zu wollen, ließ sie dann schweren Herzens ziehen …

Eines Tages, es war an einem gewöhnlichen Mittwoch am frühen Abend und die Frau hatte ihren freien Tag, wurde Hermine plötzlich von einer Sekunde auf die andere sehr sehr krank …. eben noch lag sie friedlich schlafend im Wohnzimmer auf der Fensterbank, in der nächsten Sekunde fiel sie mit einem Plumps hinunter und lag mit heftigen Krämpfen zuckend auf dem Boden.

Die Frau war zutiefst erschrocken aber nach den ersten Schrecksekunden schnappte sie sich eine weiche Decke und hüllte Hermine vorsichtig damit ein, damit sie sich nicht wehtun konnte – dabei redete sie beruhigend auf sie ein und hielt sie vorsichtig fest …

Die Frau war froh, als der Anfall vorüber war und als Hermine wieder klar bei sich war, verhielt sich das Katzenmädchen, als sei nichts geschehen, sie hatte ordentlichen Hunger und die Frau dachte, sie hat sich bei dem Sturz den Kopf angeschlagen … Hermine wurde dann genau beobachtet und da sie sich ganz normal verhielt, dachte die Frau es wäre alles okay.

4 Stunden später kam der nächste Anfall, inzwischen war es schon 22.30 Uhr und zu spät zu einem TA zu fahren – aber Hermine war ja auch nicht gerade die Katze, die sich eben mal so in die Box setzen ließ.

Wieder standen Hermine und die Frau den Anfall gemeinsam durch.

Am nächsten Morgen und nachdem die Frau das Internet und Frau Google zurate gezogen hatte, rief sie bei der TÄ an und schilderte die Vorfälle und ihren Verdacht der Epilepsie.

Die TÄ meinte, man müsse eine Blutuntersuchung machen, allerdings, da Hermine ja nicht kooperativ sein, müsse man sie zur Entnahme sedieren, was wiederum sehr gefährlich wäre, wegen der Anfälle – ein Dilemma !!! Die Frau fragte, ob sie unbedenklich ein homöopathisches Beruhigungsmittel geben könnte ? Die Antwort lautete ja !

Die Anfälle gingen weiter, es war schlimm für Hermine und die Frau, jedoch schien es Hermine zwischen den Anfällen soweit gut zu gehen. Trotzdem beschloss die Frau, das etwas geschehen musste : Als Hermine am nächsten Morgen nach einem Anfall in ihrer weichen Decke etwas entspannt und ruhig geworden war, wurde sie mitsamt Decke in die sie eingewickelt war in die Box gepackt und zum TA gefahren. Die Sorgen waren einfach zu groß und das Risiko mit der Narkose war unumgänglich !

Hermine musste dann in der Praxis bleiben. Dort wurde sie leicht sediert, untersucht und das Blut ins Labor geschickt. Zum Glück ging alles gut !

Als sie gegen Abend nach Hause geholt wurde, bekam sie ein Medikament gegen die Anfälle !

Es dauerte jedoch noch ein paar Tage, bis die Ergebnisse da waren und die Anfälle dauerten leider an. Es waren viele und es war eine angespannte und nervenaufreibende Zeit. Beim 2. TA Besuch wurden die Blutergebnisse besprochen und es war alles in Ordnung, nur das die Entzündungswerte recht hoch seien. Deswegen bekam Hermine ein Langzeit AB gespritzt und weiterhin sollte sie die Tabletten gegen die Anfälle bekommen.

Dann waren Hermine und die Frau wieder daheim … Hermine war seit dem Tag, an dem sie ihren ersten Anfall hatte nicht mehr draußen gewesen, hatte viel gefressen und geschlafen.

Nun ging es aufwärts, man sollte meinen das AB sei ein Wundermittel und es gab ab diesem Zeitpunkt keine Anfälle mehr. Alle waren sichtlich erleichtert, das die schlimme Zeit überstanden war. Die Sorgen hatten endlich ein Ende und Hermine wurde langsam wieder zu dem kleinen glücklichen Katzenmädchen, das die Frau so sehr liebte.

Aber eines hatte sich geändert : Anscheinend hatte Hermine gemerkt, das die Frau ihr während der Anfälle zur Seite gestanden und sie vor Verletzungen geschützt hatte, und das sie während der Anfälle von ihr gehalten und gestreichelt worden war.

Von diesem Zeitpunkt an beschloss Hermine, das streicheln was Schönes war und das Hände nicht nur Schmerzen zufügen !

Hermine beschloss, wie ihre Schwester Miss Murphy von nun an eine Schmusekatze zu sein : So hatte ihre schlimme Krankheit am Ende wenigstens noch etwas gutes !!!

Alle waren glücklich, das sie ihr gewohntes Leben weiterleben konnten, Hermine ohne Anfälle und die Frau nun endlich über das kuschelweiche Fell der kleinen Tigerkatze streichen durfte. Es war wie eine Auszeichnung, eine besondere Ehre, das sie ihr dieses Vertrauen schenkte !

Man sollte meinen, das die Frau sich nun über ein Happy End freuen könnte – aber das Schicksal hatte noch einen besonders bösen Streich für sie bereit …

Eines Morgens kam Hermine nicht wie gewohnt zur Fütterung nach Hause, was vorher noch nie geschehen war.

Bis zum Mittag war die Frau noch nicht wirklich besorgt, es war ein wunderschöner Oktobermorgen, die Sonne schien von einem blauen Himmel hinab.

Dann wurde sie aber doch sehr unruhig, als sie den ganzen Tag nicht auftauchte und gegen Abend  ging sie los um sie zu suchen.

Alle Nachbargärten, Garagen, Gartenhäuser, Schuppen wurden durchsucht, es wurde an jeder Haustür geklingelt und nach dem kleinen grauen Tigermädchen gefragt, das vermisst wurde.

Nichts, keine Schwanzspitze, nirgends war Hermine zu finden. Es wurde Abend, die Frau stand auf dem Balkon und blickte in die Gegend. Es wurde dunkel, keine Hermine tauchte auf.

Nach einer schlaflosen Nacht mit schlimmem Kopfkino was alles geschehen sein könnte, ging die Suche am nächsten Morgen weiter.

Hermine war wie von Erdboden verschluckt. Keine Ideen mehr, wo die Frau noch hätte suchen können. Die Überlegung, Suchplakate aufzuhängen … aber auf den gezeigten Handybildern hatte  niemand weit und breit die kleine graue Tigerkatze gesehen …

Nun sitze ICH hier und schreibe mir die Geschichte von Hermine vom Herzen … seit 5 Tagen vermisse ich sie nun schon, mir schmerzt das Herz … es ist so schlimm, sie zu suchen, nicht zu finden und nicht zu wissen, wo soll ich noch suchen , was ihr geschehen ist. Es ist unerträglich und ständig  hoffe ich, das sie plötzlich durch die Tür marschiert kommt und mich mit ihrem komischen  HACH begrüßt. 

Was ist das Schicksal doch wieder mal gemein … wir haben so viel zusammen durchgestanden. Die lange Zeit, die sie mir misstraut hat, dann die schlimme Krankheit, die wir gemeinsam überstanden haben … 

Nun war Hermine endlich auf dem Weg, mich in ihr Herz zu lassen – und nun ist sie weg, einfach so, und ich sitze hier und bin sooooo traurig und frage mich : Was kann nur geschehen sein, das mein kleines Katzenmädchen nicht mehr nach Hause kommt ? Kommt sie wieder ? Was nur ist mit ihr geschehen ?

Ich muss mich zwingen, die Gedanken abzuschalten, die sich in schlimmen Bildern durch meinen Kopf schleichen – es ist schrecklich, so hilflos zu sein … lebt sie noch ? Ist sie irgendwo eingeschlossen, wo habe ich noch nicht gesucht ??? 

Haben wir doch noch Hoffnung auf ein HAPPY END ????

Ich will einfach die Hoffnung noch nicht aufgeben … 

Hermine

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Milo …

… Unser Chefkater hat uns verlassen 😭

Am 9.Juni hat er den Kampf gegen eine unheilbare Krankheit verloren, wir haben gekämpft und doch verloren … Es war ein Schock, wir konnten es nicht glauben, daß wir keine andere Wahl hatten als ihn zu erlösen 😣

Milo … Du fehlst hier an allen Ecken und Enden, du kleiner zierlicher aber unglaublich zäher und dickköpfiger Kater hast hier die Gruppe zusammen gehalten und für Ordnung gesorgt. All die Jahre … Du warst ein Kampfschmuser und gleichzeitig auch manchmal so ein Stinker und absolut einmalig …

Du wirst für immer unvergessen und in meinem Herzen sein … Nun bist du an Majas Seite überm Regenbogen. Ich liebe dich, mein kleiner, wunderbarer Tigermann ❤

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Bereit ???

Meine Güte, ist das wirklich schon 2 Jahre her???

♥ aboutsevencats ♥

Ihr habt nun wieder eine ganze Weile nichts von uns gelesen, aber dieses Mal ist es ein absolut positives Zeichen 🙂

Inzwischen sind Max Wunden fantastisch abgeheilt, es ist nun gar nichts mehr zu sehen und wenn das Fell ganz nachgewachsen ist, verdeckt es auch noch die letzten Zeichen, das die Wunde noch vor einem Monat so böse aussah – all das gehört nun zur Vergangenheit und für Max hat heute sein neues Leben begonnen !

Nachdem heute morgen der aufblasbare Krage seine Funktion eingestellt hat – am WE ist dem schon die Luft ausgegangen und Jan hat ihn notdürftig mit Panzertape geflickt, aber er diente ja quasi nur noch als „Ausgangssperre“ für die Katzenklappe – und Max ihn nicht mehr um den Hals, sondern um den Bauch trug ( fragt mich nicht, wie er das geschafft hat, die beiden Vorderpfoten durch den Ring zu quetschen )  sah ich das…

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1 Jahr …

1 Jahr, 12 Monate, 365 Tage … bist du nun schon nicht mehr bei mir, doch in meinem Herzen und in meinen Gedanken bist du für immer und jede einzelne Minute …

Maja, meine Schnegge, Herzenskatze… Du fehlst mir und ich vermisse dich …

 

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Herzrasen …

Also, irgendwann ereilt mich, dank dieser Katzenviecher – liebevoll gemeint 😉 – noch ein Herzinfarkt :
Da hat Pflegekatzenkind Herminchen doch heute morgen gemeint, sie muss unbedingt in Michas „Werkstatt“ unter der Heizung hinter dem schweren Sideboard spannende Erkundungen machen :/
Keine Ahnung, was sie dort zu finden hoffte – aber bestimmt nicht DAS !!!
Normalerweise ist die Tür zu dem Raum immer fest verschlossen, da Micha dort sein Heiligtum ( Motorrad !!!  ) beherbergt und es nicht mag, wenn die Katzen mal probesitzen 😉
Jedenfalls stand heute morgen dann die Tür ein Stück offen und als ich mit den Hunden raus bin, sah ich nur noch ein Stück Katzenschwanz hinter dem Schrank verschwinden …
 
Ich habe dann beim rausgehen die Tür einen Spalt auf gelassen und mir gedacht, wenn es Herminchen langweilig wird, kommt sie schon von selber wieder raus …
 
Über den Morgen hatte ich dann einiges zu tun und habe an das Herminchen gar nicht mehr weiter gedacht, habe nur die Tür zu dem Raum irgendwann wieder geschlossen, damit sich nicht noch die anderen Katzen dort breit machen. Verbotene Räume sind ja bekannterweise die spannendsten 😉 
 
Nach dem Mittagsessen bin ich dann runter, weil ich noch einen Kratzbaum in dem Raum aufbauen wollte. Da fiel mir dann auch wieder das Herminchen ein und ich ging erst mal durchs Haus um nach ihr zu schauen, denn sie war mir den ganzen Morgen nicht begegnet, was mir gerade so einfiel … Naja, jedenfalls war sie nirgendwo zu finden und ich wurde allmählich nervös 😦
 
Nach einer weiteren Runde durchs Haus war ich mir fast sicher, das sie nur noch hinterm Schrank unter der Heizung sitzen konnte und meine Nervosität wurde zur Panik.
Zum Glück kam Micha dann heim und er leuchtete hinter den Schrank mit dem Resultat : Keine Katze !!!
 
Ich drehte also noch eine Runde durchs Haus, auf ca. 350 qm gibt es ja jede Menge Möglichkeiten als Versteck für ein kleines Katzenkind, allerdings ist Herminchen zwar eine scheue Katze, aber keine, die sich den ganzen Tag nicht blicken lässt und wenn Action in der Bude ist, ist sie immer live dabei – also um so verwunderlicher, das sie nirgends zu sehen war.
 
Nun war ich hoch alarmiert und kurz davor, den Kopf zu verlieren und wie immer in solchen Situationen, schießt bei mir unglaubliches Adrenalin ein – ich habe den wirklich verdammt schweren Schrank nach vorne gezogen, was mir meine Oberschenkelmuskulatur mit einer Zerrung vom Feinsten dankte … scheißegal, nun konnte ich endlich mit der Stablampe bis in die hinterste Ecke leuchten ! Und da saß, eingeklemmt in der hintersten Ecke, niemand geringerer als das Herminchen – und regte sich kein bißchen !!! Ich denke, sie saß da wirklich fest und es ging weder vorwärts noch rückwärts und an umdrehen war mal gar nicht zu denken 😦  Die arme Maus 😦 
 
Ich bin dann hektisch die Treppe hochgewetzt, habe Micha zur Hilfe gerufen, der dann den großen schweren Schrank freiräumte und nach vorne zog. Ich bin fast in Tränen ausgebrochen, weil ich dachte, Herminchen hätte sich beim Befreiungsversuch etwas gebrochen oder noch schlimmer, sie wäre nicht mehr am Leben 😦  Im Kopfkino bin ich echt begabt, was nicht immer von Vorteil ist 😦 
 
Der Schrank bewegte sich zentimeterweise nach vorne und mein Herz wummerte : Als sie dann endlich ganz zu sehen war, dachte ich erst, verdammt beweg‘ dich doch bitte endlich … und als sie wie ein Pfeil aus ihrem Versteck hervor geschossen kam, ist mir ein riesengroßer Felsen vom Herzen geplumpst, der ein Erdbeben hätte auslösen können …
Herminchen  war verständlicherweise dann erst einmal total panisch und wollte direkt wieder hinter den Schrank, aber hat es sich dann doch anders überlegt und huschte erstmal unter den Schreibtisch hinter die Aktenordner …
 
Nachdem ich sie dort hervorgeholt hatte – mit Hilfe eines dicken Briefumschlags, mit dem ich hinter ihr rumwedelte, was mit genervtem Fauchen quittiert wurde, aber   anfassen geht ja bei ihr absolut gar nicht – lief sie in das Katzenzimmer und dann schnurrstracks  die Treppe nach oben in die Wohnung, und zwar so flink, das ich überzeugt war, das ihr nichts fehlt, ich war so erleichtert , das sie  keinerlei Verletzungen von ihrem „Abenteuer“ davon getragen.
 
Dann legte sie sich zu Chili  in den Kratzbaum und tat, als wenn nix gewesen wäre, und mein Herz beruhigte sich auch so langsam wieder …
minchen
Aber ehrlich … ich bin zu alt für sowas – echt !!!